Bordkarten Tagebuch

American Express Gold Card Vorteile für Familien beim Meilen sammeln im Alltag

American Express Gold Card Vorteile für Familien beim Meilen sammeln im Alltag

Es ist spät am Abend an unserem Küchentisch in München. Vor mir liegt mein Notizbuch, in das ich die Bordkarten von unserem Flug nach San Francisco (FRA-SFO, LH 454, Sitz 32H in der Premium Economy) geklebt habe. Ich streiche über das Papier und denke an den Moment zurück, als die Kinder mit ihren Reisekissen in der A340-600 einschliefen. Ein schöner Erfolg für 280.000 Meilen und etwa 1500 Euro Steuern, aber ich frage mich: Reicht die Lufthansa-Kreditkarte eigentlich aus, um das bald zu wiederholen? Oder brauchen wir einen größeren Punktestaubsauger für den Alltag?

Hinweis: In diesem Text erzähle ich von meinen persönlichen Erfahrungen und nutze Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision – für dich bleibt der Preis natürlich gleich. Ich empfehle hier nur Dinge wie den Meilen Master, die uns als Familie wirklich weitergebracht haben, während wir uns durch den Dschungel der Punkteprogramme gekämpft haben.

Der Frust mit der Einbahnstraße: Warum die LH-Karte allein nicht reichte

Bisher war ich loyal. Lufthansa-Kreditkarte im Portemonnaie, Meilen sammeln bei jedem Einkauf. Aber irgendwie fühlte es sich zäh an. Man sammelt nur bei den direkten Partnern so richtig, und am Ende landet alles in einem Topf, der nur für eine Airline-Gruppe funktioniert. Als UX-Designerin liebe ich Flexibilität, und mein Mann – der Ingenieur, der alles optimieren muss – rechnete mir vor, dass wir viel zu viele Gelegenheiten liegen lassen.

Ende November, mitten in der Black-Friday-Woche, saßen wir dann da. Die Kinder brauchten neue Winterstiefel, der Wocheneinkauf beim Rewe in der Sendlinger Straße stand an, und ich merkte: Wir lassen Punkte auf der Straße liegen. Da kam die American Express Gold ins Spiel. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung.

Der größte Unterschied? Die Punkte verfallen nicht, solange man die Karte besitzt. Das ist für eine Familie wie uns, die nicht viermal im Jahr Langstrecke fliegt, eine riesige Erleichterung. Wir können in unserem eigenen Tempo sammeln, ohne Panikattacken, wenn mal wieder eine Mail zum Meilenverfall eintrudelt.

Eine goldene Kreditkarte wird an einer Supermarktkasse in München zum Bezahlen gehalten.

Der Punktestaubsauger: Amex Turbo und die Zusatzkarte

An einem verregneten Sonntagabend im Januar haben wir es dann offiziell gemacht. Ich habe die Amex Gold beantragt und sofort den sogenannten „Punkteturbo“ aktiviert. Für 15 Euro im Jahr bekommt man 1,5 Punkte pro 1 Euro Umsatz statt nur einen Punkt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber bei den Summen, die eine vierköpfige Familie monatlich für Lebensmittel, Drogerie und Tanken ausgibt, summiert sich das schneller als gedacht.

Ein echter Gamechanger war die kostenlose Zusatzkarte für meinen Mann. Wir sammeln jetzt auf ein gemeinsames Konto. Wenn er die Tankrechnung für den Familienwagen bezahlt oder im Baumarkt verschwindet, landen die Punkte bei mir im Membership Rewards Programm. Es ist fast wie ein strategisches Spiel geworden. Ich spüre dieses kühle, schwere Gefühl der goldenen Karte zwischen den Fingern, während ich an der Supermarktkasse stehe, und weiß: Dieser Einkauf bringt uns dem nächsten Urlaub ein Stück näher.

Wer sich fragt, ob sich das wirklich lohnt, sollte sich mal den Meilen Master ansehen. Dort wird genau erklärt, wie man diese Alltagsausgaben so kanalisiert, dass am Ende eben nicht nur ein Toaster im Worldshop dabei herauskommt, sondern echte Flugtickets. Für uns war dieser Kurs der Anstoß, die Karte nicht nur als Zahlungsmittel, sondern als Werkzeug zu sehen.

Alltagshacking: Zwischen Fußballschuhen und Avios

Es gab diesen einen Moment im Frühjahr, kurz nach den Osterferien. Ich stand im Sportgeschäft, um neue Fußballschuhe für die Kinder zu kaufen. Während ich an der Kasse wartete, ertappte ich mich bei einem inneren Monolog: Ich rechnete im Kopf aus, dass diese Schuhe eigentlich 120 Avios für unseren nächsten Flug nach Mallorca sind. Es ist verrückt, wie sich die Wahrnehmung ändert. Man kauft nichts Unnötiges, aber man bezahlt bewusster.

Aber es läuft nicht immer alles glatt. Ich erinnere mich an den Moment der Peinlichkeit, als ich beim Bio-Bäcker um die Ecke mit der Amex zahlen wollte. Die Schlange hinter mir war lang, ich hielt die goldene Karte stolz hin, und die Verkäuferin schüttelte nur den Kopf: „Nur Girocard, Schätzchen.“ Da steht man dann da mit seinem Latein. Das ist genau der Punkt, den man beachten muss: Die Akzeptanzgebühr bei kleineren Händlern führt oft dazu, dass sie die Karte gar nicht erst nehmen. Das verringert die effektive Meilenausbeute im Alltag manchmal stärker, als man denkt, besonders wenn man viel regional einkauft.

Wenn du wissen willst, wie man solche Hürden umgeht und trotzdem das Maximum rausholt, ist Luxury Travel Hacking eine fantastische Ressource. Dort lernt man, wie man eben nicht nur beim Bäcker scheitert, sondern die großen Hebel findet – zum Beispiel durch den Transfer zu Hotelpartnern oder anderen Airlines.

Nahaufnahme eines Tablets mit einer Bestätigung für den Transfer von Bonuspunkten.

Der Moment der Wahrheit: 100.000 Punkte auf Wanderschaft

Nach etwa sechs Monaten konsequentem Einsatz kam der Moment, auf den ich gewartet hatte. Wir wollten im Sommer nach London. Wer schon mal versucht hat, ein bezahlbares Familienzimmer in London zu finden, weiß: Das ist ein Albtraum. Aber durch die Flexibilität der Amex-Punkte konnte ich plötzlich ganz anders planen.

Das Membership Rewards Transferverhältnis zu den meisten Airline-Partnern liegt bei 5 zu 4. Das bedeutet, man verliert zwar ein bisschen was beim Tausch, gewinnt aber die Freiheit, dort zu buchen, wo es gerade Sinn macht. Ich hatte ein kurzes Herzklopfen, als ich zum ersten Mal 100.000 Punkte mit einem Klick in das British Airways Executive Club Konto transferierte. Das war kein Vergleich zum starren System der Lufthansa-Meilen.

Plötzlich waren die teuren Hotels über Punkte bei Marriott oder Hilton (ja, auch dorthin kann man transferieren) eine Option. Wir haben uns am Ende für einen Flug mit British Airways entschieden, weil die Verfügbarkeit für vier Personen einfach besser war als bei der Konkurrenz. Wenn du dich fragst, welche Karte für deine Familie besser passt, lies dir unbedingt meinen Vergleich Amex Platinum oder Lufthansa Kreditkarte: Was lohnt sich für Familien mehr? durch.

Mehr als nur Punkte: Der unsichtbare Familien-Schutzschirm

Was ich anfangs völlig unterschätzt habe, waren die Versicherungen. Als Mutter von zwei Kindern, die im Urlaub auch mal gerne vom Klettergerüst fallen oder plötzlich Fieber bekommen, ist die Auslandsreise-Krankenversicherung Gold wert. Bei der Amex Gold gilt sie für die ganze Familie, und das Beste: Sie greift unabhängig davon, ob man die Reise mit der Karte bezahlt hat oder nicht. Das gibt ein ruhiges Gefühl, wenn man im Terminal steht und auf den Boarding-Aufruf wartet.

Auch der Onlineschutz ist praktisch. Einkäufe sind für einen Versicherungszeitraum von 90 Tagen gegen Diebstahl oder Beschädigung versichert. Wenn das neue Tablet für die Kinder im Flugzeug aus der Tasche rutscht und das Display splittert, ist das kein Weltuntergang mehr. Es sind diese kleinen Details, die die Karte für mich von einem „Travel-Hacking-Gadget“ zu einem echten Alltagsbegleiter gemacht haben.

Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn du erst spät angefangen hast wie ich, schau dir meinen Weg zum ersten Erfolg an: Zu spät angefangen mit Travel Hacking? Mein Weg zum ersten Meilenflug 2024. Es ist nie zu spät, das System für sich zu nutzen.

Was bleibt im Notizbuch stehen?

Wenn ich heute in mein Notizbuch schaue, sehe ich nicht mehr nur wahllos gesammelte Meilen. Ich sehe eine Strategie. Wir sammeln jetzt nicht mehr nur Punkte, sondern wir kuratieren unsere Reiseerlebnisse systematischer. Wir wissen, wann wir die Amex zücken und wann wir (beim Bäcker) doch zur Girocard greifen müssen.

Die Amex Gold hat uns gelehrt, dass Meilensammeln kein Sprint ist, sondern ein Marathon, der im Supermarkt beginnt. Sie ist perfekt für Familien, die Flexibilität brauchen und sich nicht an eine einzige Airline klammern wollen. Auch wenn die Jahresgebühr erst mal abschreckt – durch den Punkteturbo und die Versicherungen hat sie sich für uns in den ersten acht Monaten locker gerechnet.

Vielleicht sitzen wir nächsten Sommer nicht nur in der Premium Economy, sondern probieren doch mal die Business Class aus. Die Punkte dafür liegen jedenfalls schon fast bereit auf dem Konto. Und wenn nicht? Dann wird es wieder die Premium Economy, und ich werde jede Sekunde davon in mein Notizbuch schreiben – mit einem Espresso aus der Lufthansa Lounge B1 in der Hand, den ich dank PriorityPass ganz entspannt genießen konnte.