Bordkarten Tagebuch

Annika Voigt

Schreibt bei Bordkarten Tagebuch

Über mich

Ich bin 41, UX-Designerin, wohne in München mit meinem Mann (43, Maschinenbauingenieur) und unseren zwei Kindern, die jetzt 8 und 10 sind. Im Herbst 2022 hat mir eine Kollegin eine Lufthansa-Kreditkarte empfohlen. "Nimm den Willkommensbonus mit", hat sie gesagt. 30.000 Meilen. Ich habe gedacht: warum nicht.

Dann habe ich zwei Jahre lang einfach gesammelt. Kein Plan. Das Miles-und-More-Konto habe ich kaum angeschaut.

Im Frühling 2024 habe ich zum ersten Mal ernsthaft nachgeguckt, was man mit 280.000 Meilen anfangen kann. Das Ergebnis war gleichzeitig überwältigend und unbefriedigend. Zu viele Optionen, zu viele Variablen, und noch drei Wochen bis zum Ende der Sommerferien.

Im Juli haben wir dann geflogen. LH 454, Frankfurt nach San Francisco, vier Premium Economy Plätze. Meine Tochter saß auf Sitz 32H und hat mit ihrem Reisekissen innerhalb einer Stunde geschlafen. Mein Sohn hat das Tablett inspiziert und erklärt, das hier sollte eigentlich Business sein. Rund 1.500 Euro Steuern und Gebühren, weil das dazugehört. Und 280.000 Meilen, die jetzt weg sind.

Beim Buchen ist einiges schiefgegangen. Die erste Reservierung wurde storniert. Ein Anruf, 45 Minuten Warteschleife, dann hat ein Servicemitarbeiter das Problem gelöst. So war das.

Seitdem führe ich dieses Tagebuch. Ein Notizbuch mit eingeklebten Bordkarten liegt auf meinem Küchentisch. Jede Buchung bekommt eine Seite: Route, Datum, Meilenpreis, Steuern, was schiefgegangen ist, was die Kinder davon hatten. Diese Seite hier ist das digitale Äquivalent.

Ich bin keine Travel-Bloggerin und keine Loyalty-Programm-Expertin. Eine Mutter, die zu spät angefangen hat und jetzt jedes Detail aufschreibt, weil das nächste Mal einfacher werden soll.

Artikel von Annika Voigt

Offenlegung

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