Bordkarten Tagebuch

Miles and More Meilen kaufen mit Bundle and Go für Familienreisen

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Es ist ein regnerischer Dienstagabend im Mai. Die Kinder schlafen endlich – der 10-Jährige hat heute ewig gebraucht, weil er noch über sein neues Lego-Set fachsimpeln wollte – und ich sitze mit meinem Notizbuch am Küchentisch. Das leise, kratzende Geräusch meines Füllers auf dem Papier ist das Einzige, was man hört, während ich die Meilen-Differenz für uns vier akribisch eintrage. Vor mir liegt die alte Bordkarte vom letzten Sommer: FRA-SFO, LH 454, Sitz 32H. Ich weiß noch genau, wie meine Tochter in der Premium Economy mit ihrem blauen Reisekissen einschlief, bevor wir überhaupt die Reiseflughöhe erreicht hatten.

Aber jetzt? Mein Konto sieht traurig aus. Wir wollen nächstes Jahr wieder weg, aber die 280.000 Meilen, die wir für die vier Tickets nach San Francisco verfeuert haben (und die 1500 Euro Steuern und Gebühren, die uns damals kurz schlucken ließen), sind weg. Und mit ein paar Einkäufen bei Rewe kommen wir nicht schnell genug ans Ziel. Ganz ehrlich: Ich habe mich kurz gefragt, ob ich jetzt eine dieser Personen bin, die echtes Geld für virtuelle Punkte zahlt. Aber dann denke ich an die Beinfreiheit im Nachtflug und das entspannte Ankommen.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision – für dich ändert sich absolut nichts am Preis. Ich teile hier nur Tools wie den Meilen Master, die uns als Familie tatsächlich geholfen haben, den Durchblick im Meilen-Dschungel zu behalten, ohne dass ich vorher ein Studium in Luftfahrtmanagement absolvieren musste.

Die Abkürzung: Was ist dieses Bundle and Go eigentlich?

Ich bin ja UX-Designerin, ich mag Systeme, die einfach funktionieren. Miles & More hat da dieses Produkt namens Bundle and Go. Im Grunde kaufst du dir ein Paket. Es gibt sie in den Größen Small, Medium und Large. Man kauft nicht einfach nur Meilen (obwohl man das technisch gesehen tut), sondern man bekommt noch ein paar Boni dazu, wie etwa Prozente auf Hotelbuchungen oder Mietwagen.

An diesem Abend im Mai saß ich also da und rechnete. Mein Mann – der Ingenieur, der alles immer in Excel-Tabellen sehen will – schaute mir über die Schulter. Er ist skeptisch, was das „Meilen kaufen“ angeht. „Kostet das nicht mehr, als es bringt?“, fragte er, während er sich einen Espresso drückte. Und genau da liegt der Hund begraben.

Wir haben festgestellt, dass man maximal 250.000 Meilen pro Kalenderjahr über Bundle and Go kaufen kann. Das ist eine Menge Holz. Wenn man bedenkt, dass wir für unseren SFO-Trip 280.000 gebraucht haben, könnte man theoretisch fast einen kompletten Familienurlaub in der Premium Economy „kaufen“. Aber – und das ist ein großes Aber – der Preis muss stimmen. Meilen einfach so zum Standardpreis zu kaufen, ist meistens ein schlechtes Geschäft.

Der Moment, in dem ich fast den falschen Knopf gedrückt hätte

Ich wollte eigentlich schon auf „Kaufen“ klicken, weil uns für die nächste Buchung noch ein ordentlicher Batzen fehlte. Aber dann erinnerte ich mich an eine Geschichte aus der Lufthansa Lounge B1, in der wir dank meiner Kreditkarte vor dem SFO-Flug saßen. Ein anderer Vater erzählte mir dort, dass er Meilen für einen Kurzstreckenflug nach Mallorca gekauft hatte. Am Ende hat er mehr gezahlt (Meilenkauf + Steuern), als wenn er den Flug einfach normal bei Expedia gebucht hätte.

Das ist mein wichtigstes Learning bisher: Der Kauf über Bundle and Go lohnt sich für uns als Familie oft weniger als gedacht, wenn man nicht aufpasst. Die hohen Fixkosten – also die Steuern und Gebühren, die bei Miles & More ja immer noch obendrauf kommen – machen die Ersparnis bei Kurzstrecken komplett zunicht. Wenn ich 150 Euro für Meilen ausgebe und dann nochmal 120 Euro Steuern zahle für einen Flug, der direkt gebucht 190 Euro kostet... tja, dann war das teures Lehrgeld.

Ich habe dann angefangen, mich tiefer einzulesen. Wie bekommt man den Preis pro Meile so weit runter, dass es Sinn macht? Dabei bin ich auf den Meilen Master gestoßen. Es ist kein Hexenwerk, aber es hilft ungemein, um zu verstehen, wann diese Bundle-Aktionen (manchmal gibt es 30%, 50% oder sogar 100% Bonus) wirklich kommen. Wer ohne Bonus kauft, verliert eigentlich schon beim Klick.

Warum Family Pooling unser Retter ist

Was viele nicht wissen: Man kann die Meilen in der Familie sammeln. Beim Miles & More Family Pooling können bis zu 7 Teilnehmer mitmachen – also wir zwei Erwachsene und unsere zwei Kinder (theoretisch hätten wir noch Platz für drei weitere Kinder, aber lassen wir das...). Das Schöne ist, dass die Meilen, die ich über ein Bundle kaufe, sofort im Pool landen.

Man muss aber aufpassen: Meilen haben eine Gültigkeit von 36 Monaten, wenn man keinen Status oder die passende Kreditkarte hat. In meinem Notizbuch habe ich mir das dick rot unterstrichen. Nichts wäre schlimmer, als teuer gekaufte Meilen verfallen zu lassen, nur weil man den nächsten Sommerurlaub nicht rechtzeitig geplant bekommt.

Wir nutzen das Pooling intensiv. Wenn ich sehe, dass uns für ein Lufthansa Upgrade mit Meilen: Wie wir als Familie die Premium Economy nutzten noch etwas fehlt, ist ein gezielter Nachkauf über ein Bundle manchmal der schnellste Weg, bevor die Verfügbarkeit für vier Personen wieder weg ist.

Die Strategie für den nächsten Sommer

Mitte Dezember, kurz vor Weihnachten, gab es dann wieder so eine Aktion. Ich saß mit meinem Laptop auf dem Sofa, die Lichterkette am Baum flackerte, und ich habe zugeschlagen. Nicht das Large-Paket, sondern ein Medium-Bundle mit einem satten Bonus. Es fühlte sich seltsam an, „Punkte“ zu kaufen, während andere Weihnachtsgeschenke shoppen. Aber ich wusste: Das sind unsere Tickets für den nächsten Sommer.

Was ich gelernt habe: Man sollte Meilen nie „auf Vorrat“ kaufen, wenn man keinen konkreten Plan hat. Ich kaufe nur, wenn ich weiß: „Okay, mir fehlen noch 40.000 Meilen für die Langstrecke nach Vancouver.“ Dann macht die Rechnung Sinn. Ich habe mir angewöhnt, auch andere Wege zu prüfen, wie zum Beispiel Lufthansa Meilen sammeln mit Zeitschriftenabos für den nächsten Familienflug, weil das oft sogar noch günstiger ist als Bundle and Go – aber eben länger dauert.

Bundle and Go ist die „Sofort-Lösung“. Die Meilen sind in der Regel sofort auf dem Konto. Das ist Gold wert, wenn man gerade einen Prämienflug für vier Personen gefunden hat, der morgen wahrscheinlich schon wieder weg ist. Diese Verfügbarkeiten für Familien sind ja wie Einhörner – man sieht sie selten und muss sofort zupacken.

Mein ehrliches Fazit vom Sofa aus

Bin ich jetzt ein Travel-Hacker? Nein, sicher nicht. Ich bin immer noch die Mutter, die panisch wird, wenn der Koffer zwei Kilo zu viel wiegt. Aber ich verstehe das System jetzt besser. Wenn du überlegst, Meilen zu kaufen, frag dich immer: Wohin soll es gehen? Für einen Flug innerhalb Deutschlands oder nach Europa? Lass es. Die Gebühren fressen dich auf.

Für die Langstrecke, wenn man in der Premium Economy oder (irgendwann mal, wenn ich groß bin) Business Class sitzen will? Dann kann Bundle and Go der entscheidende Puzzlestein sein. Ich schreibe jetzt jeden Kauf in mein Bordkarten-Tagebuch. Hinter der SFO-Karte klebt jetzt ein kleiner Zettel mit der Rechnung vom Mai.

Wenn du auch an dem Punkt stehst und dich fragst, wie du die Lücke auf deinem Meilenkonto füllst, ohne Jahre warten zu müssen, schau dir mal den Meilen Master an. Es hat mir geholfen, nicht mehr blindlings irgendwelche Pakete zu kaufen, nur weil „Aktion“ draufsteht. Man lernt dort ziemlich schnell, welche Angebote wirklich gut sind und wann man besser die Finger davon lässt.

Der nächste Sommer kann kommen. Die Meilen sind da, der Pool ist voll, und ich habe schon ein neues Reisekissen für meinen Sohn gekauft – diesmal in Grün. Man muss ja Prioritäten setzen.